15.09.2018

Anträge

Beschlüsse zu Europa und zu internem Strukturprozess, Mitgestaltung in Bistum und Gesellschaft

Insgesamt drei Anträge wurden im Diözesanhauptausschuss zur Abstimmung gebracht.

Gemeinsam für Europa

Den Antrag „Gemeinsam Europa weiterbauen“ verabschiedeten die Delegierten mit einstimmigem Beschluss. Das Kolpingwerk begrüßt die Forderung nach einer stärkeren Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten in Fragen der Finanz-, Wirtschafts-, Sicherheits- und Außenpolitik. Diözesanvorsitzender Harold Ries: „Wir dürfen nicht zulassen, dass neue Mauern aufgebaut werden, dass Handelshemmnisse unseren Wohlstand bedrohen und neue Grenzen unsere Solidarität mit den Ärmsten verhindern.“ Das Kolpingwerk fordert eine Rückbesinnung auf Verständigung, Solidarität und Zusammenarbeit der Länder in Europa. Das gelte auch Staaten gegenüber, die insbesondere Gemeinschaftslasten bei der Asyl- und Flüchtlingspolitik, aber auch bei der Sicherung der Außengrenzen zu tragen hätten.
Denn trotz unterschiedlicher Asylpolitik, Demokratieverfall, populistischem Denken in einigen Ländern, Arbeits- und Perspektivlosigkeit für junge Generationen lohne es sich „für Europa zu streiten“, so Ries und er appellierte, im Verband und in Freundeskreisen Europa zum Thema zu machen. „Mehr Europa wagen, das ist die eigentliche Aufgabe!“

Als Kolpingwerk Gesellschaft mitgestalten

Nur wenn die Menschen das Gefühl haben, es gehe insgesamt gerecht zu in unserem Land werden sie dem Gemeinwesen auch Vertrauen entgegenbringen. Ohne Vertrauen in den Sozial- und Rechtsstaat wird der gesellschaftliche Zusammenhalt brüchig. Das Kolpingwerk ist gefordert seinen Beitrag zu leisten, um die gesellschaftlichen Verhältnisse gerecht zu gestalten und damit das Vertrauen der Menschen zu stärken. So lautet der Tenor eines weiteren Antrages, den die Delegierten mit ihrem Votum zur Positionierung in den verbandlichen Diskurs einbringen. Handlungsfelder für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt aus Sicht des Kolpingwerkes sind Familie, Bildung, Arbeitswelt und Sozialpartnerschaft, Integration von Geflüchteten, Eine Welt / Bewahrung der Schöpfung und Europa. Auch dieser Antrag wurde von den Delegierten einstimmig verabschiedet.


Initiativantrag: Wohnungsnot bekämpfen

Die Delegierten des Diözesanhauptausschusses nahmen mit einem am Versammlungstag initiierten Antrag die Wohnungsnot in’s Visier. Als Familienverband bereite es Sorge, dass Familien auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt seien, sowie zunehmend auch Menschen aus unterschiedlichen Gründen es schwer hätten, geeigneten und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Wohnungsnot gebe es nicht mehr nur in Ballungszentren, auch in ländlichen Gebieten fehle es vielfach an bezahlbaren Wohnungen.
„Bezahlbarer Wohnraum heißt für uns, dass maximal ein Drittel des Einkommens für Wohnkosten (warm) aufgebracht werden müssen“, so die Antragsforderung. Da sei es unabdingbar, auch für den Zusammenhalt der Gesellschaft, den sozialen Wohnungsbau zu fördern. Appelle richteten sich auch an die Kommunen, Bundes- und Landesregierung, ihre Instrumentarien für eine gerechte und familienfreundliche Wohn- und Infrastruktur wirksam werden zu lassen. „Wir sehen die Kirchen als Grund- und Immobilienbesitzer in besonderer Weise zu einer familien- und generationenfreundlichen Wohnungspolitik verpflichtet. Der Bauhilfefonds für Familien des Bistums Münster ist hier ein gutes Beispiel.“ Gleichwohl gelte es auch hier, neue soziale Wohnformen zu denken und zu fördern. Bei fünf Enthaltungen wurde der Antrag durch den Diözesanhauptausschuss angenommen.


Text: Rita Kleinschneider
Foto: Ludger Klingeberg

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