15.04.2026

Drei Tage in der Ukraine

Anfang des Jahres hat das Kolpingwerk Land Oldenburg zu einer Spendenaktion für die Ukraine aufgerufen. Innerhalb von einem Monat wurden über 28.000 € gespendet. Am Ostermontag sind wir mit 6 Tonnen Hilfsgütern in die Ukraine zur Kolping Zentrale in Czernowitz gefahren. Hierbei hat uns die Initiative 'Diepholz help Ukraine´ von Andreas Pörschke tatkräftig unterstützt. Er hat ein Fahrzeug bereitgestellt, uns damit auch begleitet und hatte auf Grund vieler eigener Fahrten in die Ukraine viel Erfahrung, die an den Grenzübergängen sehr nützlich war.

Wir sind unterwegs mit einer Kolpingdelegation aus dem Kolpingwerk Land Oldenburg, um den in den letzten Wochen vorbereiteten und zusammengestellten Hilfstransport an seinen Bestimmungsort, der ukrainischen Kolping-Zentrale in der Stadt Czernowitz zu bringen.
Neben Andreas Pörschke und seiner Lebensgefährtin besteht unsere Kolpingdelegation aus den Mitgliedern des zuständigen Landesfachausschuss 'Internationalität & Eine Welt´ Björn Kinzel & Christian Freese, sowie von der Kolpingsfamilie Visbek Heiner Thölke und Andreas Bröring, Geschäftsführer im Kolpingwerk Land Oldenburg.

Die Anreise erfolgte über Polen zur ukrainischen Stadt Lwiw im Westen des Landes und von dort weiter nach Czernowitz im Südwesten der Ukraine. Nach dem Grenzübertritt in Polen in die Ukraine hinein, aktivieren wir die Luftalarm-App auf dem Handy. Während wir in den späten Abendstunden zu unserem Hotel in Lwiw fahren, können wir auf der Luftalarm-App verfolgen, wo derzeit im Osten der Ukraine Bomben fallen. Die Ukraine ist groß, aktuelle Kämpfe finden sehr weit weg von uns statt. Und doch, der Krieg beherrscht das Land. Wir fahren durch ein Land im Krieg.

Am nächsten Morgen fahren wir von Lwiw weiter in den Südwesten der Landes nach Czernowitz. In vielen Orten auf dem Weg dorthin sehen wir immer wieder Ehrenmäler und aufgestellte Tafeln mit Fotos gefallener Soldaten, wohl jeweils aus dem Ort, durch den wir gerade fahren. Viele Friedhöfe liegen unmittelbar an den Ortsdurchfahrtsstraßen und nicht selten erblicken wir eine Vielzahl neuer Gräber, alle mit einer ukrainischen Fahne versehen. In einigen Orten stehen zu die Namen der Gefallenen ein Todesdatum aus 2014 oder 2015. Es erinnert daran, dass der Krieg für die Ukraine schon damals begonnen hat, mit der Besetzung des Donbass und der Annexion der Krim. Ich frage mich, ob es Familien gibt, die nicht einen Angehörigen oder ihnen nahestehenden Menschen aus ihren persönlichen Umfeld betrauern.

Am Dienstagmittag werden wir in Czernowitz von Vasyl Savka, dem Geschäftsführer von Kolping Ukraine, empfangen. Im Gepäck haben wir 400 Hilfspakete für Familien mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, zusätzlich 5 Powerstation im Wert von je ca. 1.100 €. Nach dem Entladen unserer Pakete haben wir Gelegenheit zu einem längeren Gespräch und Gedankenaustausch mit Vasyl Savka.

Kinder nach der Überreichung der Hilfspakete in Dnipro & Charkiv
Kinder nach der Überreichung der Hilfspakete in Dnipro & Charkiv
Ehrenmäler und Gedenktafel für gefallene Soldaten
Ehrenmäler und Gedenktafel für gefallene Soldaten
 

Ein Gespräch mit Vasyl Savka, Kolping Ukraine

Am 7. April 2026 sprach Andreas Bröring mit dem Leiter des Kolpingwerk in der Ukraine

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Ausladen der Hilfspakete in Czernowitz
Ausladen der Hilfspakete in Czernowitz
Gruppenbild unserer Begleiter mit Helfern vor Ort
Gruppenbild unserer Begleiter mit Helfern vor Ort
Vasyl Savka & Andreas Bröring im Bürogebäude von Kolping Ukraine
Vasyl Savka & Andreas Bröring im Bürogebäude von Kolping Ukraine

Texte und Bilder: Andreas Bröring, Kolpinwerk Land Oldenburg (mit Vasyl Savka)

 
 

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D-48653 Coesfeld

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