08.05.2024

Viel mehr als Wärme

Kolpingsfamilie Gescher spendet 2.000 Euro


Gescher. Mit einer Spendenübergabe an das St. Elisabeth-Hospiz endete die Körnerkissensaison 2023/24 der Kolpingfrauen. In diesen Tagen konnten sie in Stadtlohn die ansehnliche Summe von 2000 Euro dem Hospiz überreichen.

Was im Kleinen vor mehr als zwanzig Jahren begann, entwickelte sich als Dauerbrenner. „Im kleinen Stil und mit wenigen Frauen begannen wir Körnerkissen zu nähen, erinnert sich Maria Bieber, die von Anfang an dabei war. Mit dem Erlös sollten von Beginn an soziale Projekte gefördert werden. Der damalige erste Erlös wurde 1995 für die Hilfstransporte der Kolpingsfamilie Gescher nach dem 'Kroatien-Krieg“ verwandt.

Bis dahin waren die kleinen, aber effektiven Wärmespender noch weitgehend unbekannt. Die therapeutische Wirkung sprach sich jedoch nicht nur in der Glockenstadt herum. Die Körnerkissen wurden zu einem Selbstläufer. Privat – und vor allem auf dem Weihnachtsmarkt wurden die Körnerkissen in den verschiedensten Formen, Größen und Designs angeboten. „Dabei freuen wir uns immer wieder auf Körner- oder Stoffspenden“, sagt Elisabeth Schültingkemper. In unzähligen Stunden werden die Körnerkissen in den heimischen Stuben liebevoll hergestellt. „Die Nähmaschinen rasseln jedes Jahr und so manche Maschine wurde dabei auch schon verschlissen“, wissen die Kolpingfrauen.

Der Erfolg dieser Aktionen zeigt sich jedes Jahr. So konnten in der Vergangenheit etliche Projekte gefördert werden. In diesem Jahr entschlossen sich die Frauen, den Erlös dem St. Elisabeth-Hospiz in Stadtlohn zukommen zu lassen.

Große Freude bei Hospizleiterin

Rieke Liesmann, Leiterin des Hospizes, zeigte sich mehr als überrascht über die enorme Summe. Sie berichtet, dass fünf Prozent der Gesamtkosten des Hospizes durch Spenden getragen werden müssten. „Das sind rund eine halbe Million Euro jährlich“ wusste sie zu berichten. Auch wenn 2000 Euro eine enorm hohe Spende ist, so sei das dennoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Großteil der Kosten wird durch die Kranken- und Pflegekasse beglichen.

Das Elisabeth-Hospiz verfügt über zwölf wohnlich eingerichtete Gastzimmer, in denen schwerstkranke Mitmenschen die oftmals letzten Tage ihres Lebens verbringen können. Diese seien durchgängig belegt, so Frau Liesmann. „Wir wollen ihnen die Zeit hier im Hospiz so angenehm wie nur eben möglich machen“, sagt sie.

Nachwuchsnäherinnen gesucht

Für die Kolpingfrauen war der Besuch im Hospiz nicht nur informativ, sondern vor allem Ansporn, sich weiterhin mit dem Verkauf von Körnerkissen für soziale Projekte einzusetzen. „Auch wenn wir alle älter werden, und die Arbeit nicht leichter von der Hand geht, werden wir auch im kommenden Herbst und Winter die Körnerkissen anbieten“, so Maria Bieber. Und so geht ihr dringender Appell an jüngere Frauen, egal ob Kolpingmitglied oder nicht, sich dem Kreis der Näherinnen anzuschließen. (Info. Tel. 02542 - 4279)

Text und Foto: Franz-Josef Schulenkorf

Spendenübergabe Körnerkisen
 
 

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