25.02.2019

Viele Bierdeckel für viele Fragen

Diözesanverband startete in Kleve mit Regionalforen zum 160-Jährigen


Wie kann Gesellschaft und Kirche auf der Grundlage christlichen Engagements weiterhin mitgestaltet werden? Diese Fragestellung warf das Kolpingwerk in seiner ersten von neun regionalen politischen Veranstaltungen im Diözesanverband auf.

Anlass dieses als lockeren Thekendialog im Kolpinghaus Kleve moderierten Formates ist das 160-jährige Bestehen des Kolpingwerkes im Bistum Münster.

Diözesanvorsitzender Harold Ries hatte bei der Auftaktveranstaltung in Kleve ein Heimspiel. Der Xantener hieß seine Kolpingbrüder, Weihbischof Rolf Lohmann und René Schneider (MdL, SPD), sowie die über 60 Gäste willkommen. Den 160. Geburtstag zu feiern und nicht müde werden, „auch in unseren nach wie vor heutigen herausfordernden Zeiten Fragen von christlichen Werten in Kirche, Wirtschaft und Politik zu erörtern“, stehe dem Kolpingwerk im Verbändebistum Münster auch als 160-Jähriger noch gut zu Gesicht.

Einen Impuls zum Thema der Dialogreihe „Christliches Engagement in Kirche und Gesellschaft“ gab Rolf Lohmann, Weihbischof für die Region Niederrhein und Recklinghausen. Dann stand er mit dem hiesigen Landtagsabgeordneten René Schneider hierzu Rede und Antwort. Weihbischof Lohmann empfahl, „nicht nur zurück zu schauen. Früher ist nicht alles besser gewesen“. Die Botschaft Jesu wäre eine für jetzt und heute „und wir brauchen dieses christliche Engagement in den katholischen Verbänden heutzutage umso mehr.“

Sich nicht in die Sakristei zurückziehen

Auf die Frage, ob die Kirche zu leise geworden sei, gab es seitens Lohmanns zu seiner klaren Antwort direkt auch die Aufforderung: „Ja, sie ist zu leise! Denn wer es mit dem Evangelium zu tun hat, darf sich nicht in die Sakristei zurückziehen.“ Zugleich benötige es aber auch immer wieder Vorbilder, wie Adolph Kolping dieses auch in heutiger Zeit noch sei.

René Schneider, der neben seiner Abgeordnetentätigkeit auch ehrenamtlich in der Leitung der Kolpingsfamilie Xanten aktiv ist, bekräftigte die Aufforderung. Er verwies dabei aber auch auf die sozialen Netzwerke. Die digitale Welt mit ihren „Hatern“ (Anm. d. Red.: Anonyme, die negativ über Themen und Personen im Internet schreiben) würde häufig noch zu oft belächelt und die „guten Menschen“ lehnen sich noch viel zu oft zurück. Schneider warnte: „Wenn wir jedoch den Hatern und Rechten das Netz und die sozialen Medien überlassen, überlassen wir ihnen ein Stück der Welt.“

Auf Bierdeckeln konnten die Teilnehmenden ihre vielen Fragen einbringen, die durch Sonja Wilmer-Kausch (Verbandsreferentin im Kolpingwerk) und Uwe Slüter (Geschäftsführer des Kolpingwerkes) an die Gesprächsgäste herangetragen wurden. Beide beantworteten sie sehr authentisch in der lockeren Theken-Atmosphäre.

Zur guten Stimmung trug auch der Kolping-Chor aus Kleve bei. Mit mehrstimmigem Chor-Repertoire bereicherten die Sängerinnen und Sänger den Abend.

Text und Fotos: Daniel Fissenewert / rk


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