05.08.2026
Warum engagieren sich Menschen ehrenamtlich und was sorgt dafür, dass sie dabeibleiben? Mit diesen Fragen beschäftigt sich aktuell das Forschungsprojekt "Sinn im Ehrenamt" der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen deutlich, was viele Ehrenamtliche aus eigener Erfahrung kennen: Engagement wird dann als sinnstiftend erlebt, wenn es zum eigenen Leben passt.
Sinn entsteht nicht allein durch eine gute Idee oder eine wichtige Aufgabe. Entscheidend ist, ob die Werte, persönliche Motive, die Kultur einer Organisation und nicht zuletzt die verfügbare Zeit zusammenpassen. Wo diese Passung gelingt, erleben Engagierte mehr Zufriedenheit, fühlen sich ernst genommen und blieben ihrem Engagement länger verbunden.
Genau hier setzt das Ehrenamt bei Kolping an. Im Kolpingwerk Diözesanverband Münster engagieren sich Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensphasen. Sie bringen ihre Erfahrungen ein, übernehmen Verantwortung im Rahmen ihrer Möglichkeiten und gestalten Gemeinschaft aktiv mit.
"Ehrenamt ist bei Kolping kein starres Amt, sondern eine Aufgabe, die sich verändern darf." sagt Sonja Wilmer-Kausch, Leiterin unseres Verbandsreferats. "Deshalb ist es von entschiedener Bedeutung, dass Kolpingsfamilien ihre Werte, ihre Schwerpunkte, ihre Ziele nach außen wie nach innen kommunizieren und vor allen Dingen leben. Auf den Vorstand kommt, meiner Meinung nach, eine wichtige Aufgabe zu. War er früher eher "das Mädchen für alles" , gilt es heute sich mehr als Multiplikator zu verstehen. Engagierte im Vorstand müssen nicht mehr alles alleine machen. Vielmehr geht es darum Engagementfelder in der Kolpingsfamilie zu erkennen, bereitzustellen und bekannt zu machen. So wird die Kolpingsfamilie zu einem Ort mit sinnstiftenden Möglichkeiten sich einzubringen und mitzumachen."
Ein weiterer zentraler Faktor für Sinn im Ehrenamt ist Gemeinschaft. Engagement entfaltet seine Wirkung nicht im Alleingang, sondern im Miteinander. Kolpingsfamilien, Bezirke und diözesane Strukturen bieten Räume für Austausch, Mitentscheidung und gegenseitige Unterstützung. Dieses Getragen sein stärkt gerade dann, wenn Herausforderungen auftreten oder Aufgaben anspruchsvoller werden.
Anerkennung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ehrenamtliche möchten spüren, dass ihr Einsatz gesehen wird und Wirkung hat. Bei Kolping geschieht Anerkennung oft im Alltag, durch persönliche Rückmeldungen, durch die gemeinsamen Feiern und auch durch besondere Formen der Würdigung wie zum Kolping-Gedenktag oder bei der Nominierung und Verleihung des Ehrenamtspreis WIRKT. Anerkennung stärkt nicht nur Einzelne, sondern macht das Engagement insgesamt sichtbar.
Damit Ehrenamt auch sinnstiftend bleibt, braucht es zudem die richtigen Rahmenbedingungen. Wer sind meine klaren Ansprechpersonen? Unser Verband bietet dabei verlässliche Strukturen und Unterstützung, damit sich Ehrenamtliche auf das konzentrieren können, was ihnen persönlich wichtig ist. Der Diözesanverband versteht sich hier als begleitende und unterstützende Struktur für die Arbeit vor Ort.
Mehr als 33.000 Mitglieder engagieren sich im Kolpingwerk DV Münster in ganz unterschiedlichen Formen und Aufgabenfeldern. Mal aktiver, mal weniger. So wie es gerade in die Lebensphase passt. Immer orientieren wir uns dabei an unserem Leitbild.
Das Leitbild von KOLPING in Deutschland beschreibt die Bereitschaft aller Mitglieder, Leitungsverantwortlichen und Mitarbeitenden – orientiert an Adolph Kolping und seinem Wirken – die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft anzunehmen und mutig und beherzt unsere Gesellschaft und unsere Kirche mitzugestalten.
Wir schärfen euren Blick und finden mit euch Lösungen für eure Anliegen. Wir spinnen mit euch Visionen und helfen euch ...
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