12.12.2025

Bürgergeld Reform mit Augenmaß gestalten

Kolping Deutschland mahnt in der aktuellen Debatte um die Reform des Bürgergelds zu Differenzierung und Maßhalten. Pauschale Verschärfungen würden den unterschiedlichen Lebenslagen der Leistungsbeziehenden nicht gerecht.

Kritisch bewertet unser Dachverband insbesondere die Rückkehr zum Vermittlungsvorrang sowie Überlegungen zu schärferen Sanktionen. Eine einseitige Ausrichtung auf schnelle Vermittlung greife zu kurz. Notwendig seien gezielte Qualifizierung und individuelle Förderung, um nachhaltige Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Kolping Deutschland weist darauf hin, dass viele Betroffene Kinder und Jugendliche oder erwerbstätige Aufstockende sind. Diese Gruppen tragen keine Verantwortung für strukturelle Probleme des Systems und müssen bei Reformen besonders berücksichtigt werden.

Gleichzeitig betont der Verband die Mitwirkungspflicht erwerbsfähiger Leistungsbeziehender und sieht Reformbedarf insbesondere mit Blick auf Langzeitarbeitslosigkeit. Pauschalisierungen jedoch lehnt sowohl Kolping Deutschland als auch das Kolpingwerk im Diözesanverband Münster ausdrücklich ab.

Gemeinsam rufen wir Politik und Öffentlichkeit zu einer sachlichen, differenzierten Debatte auf, die soziale Sicherheit mit klaren Erwartungen verbindet und das Wohl von Kindern in den Mittelpunkt stellt.


 
 

Anschrift

Kolpingwerk Diözesanverband
Münster e.V.

Gerlever Weg 1
D-48653 Coesfeld

Kontakt

Telefon: 02541 / 803-01
Telefax: 02541 / 803-415
info@kolping-ms.de
Kontaktformular

Newsletter

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an.