19.06.2024

„Wir dürfen optimistisch sein.“

Mitgliederentwicklung im Kolpingwerk DV Münster

Um einen Verband / eine Kolpingsfamilie zu führen ist es nicht nur interessant, sondern auch sehr hilfreich, sich von Zeit zu Zeit mit den Informationen auseinander zu setzen, die uns statistische Mitgliederzahlen liefern. Sie sind ein Baustein, um sich erfolgreich an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen und dem Wandel im Verhältnis der Lebensalter und Geschlechter anzupassen.
Heribert Knollmann stellvertretender Diözesanvorsitzender hat sich die Mitgliederentwicklung in unserem Diözesanverband in den letzten zehn Jahren (seit 2004) angeschaut und die Zahlen aussagekräftig aufbereitet, um daraus neue Impulse zu gewinnen. „Wir dürfen optimistisch sein“, so sein Fazit. (rk)

Wer kennt sie nicht, die Diskussion in unseren Kolpingsfamilien über Mitgliederverluste, über das Älterwerden der Mitglieder und den Mangel an Bereitschaft, aktiv im Vorstand oder außerhalb des Vorstandes mitzuarbeiten.

Es hilft aber nicht, immer nur zu jammern, sondern wie sagte schon Adolph Kolping: „Die Tat ziert den Mann/die Frau“. Es hilft aber auch, sich die Zahlen im Diözesanverband einmal genau anzuschauen und den Versuch einer Analyse zu starten, um daraus neue Impulse zu gewinnen.

Fangen wir im Jahre 2004 an. Warum?
Im Jahre 2004 hatte das Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Münster mit 44.170 Mitgliedern in seiner 175-jährigen Geschichte seine höchste Mitgliederzahl überhaupt. Seitdem haben wir jährlich Mitglieder verloren – im Schnitt etwa 1 % pro Jahr bis 2019. Dann kam Corona und die Verluste erhöhten sich im Jahre 2020 auf 2,56 %, im Jahre 2021 auf 2,93 % und im Jahre 2022 auf 4,01 %. Im Jahre 2023 verringerte sich der Verlust schon wieder auf 2,46 %. Ein positives Zeichen. Bei den Verlusten in der Corona-Zeit sollte auch berücksichtigt werden, dass es neben den Verlusten durch Tod, natürlich auch Abmeldungen gab, aber kaum Eintritte, da wir uns ja nur bedingt treffen konnten, um neue Mitglieder zu gewinnen.

Verbände und Kirche

Ein Blick auf die „großen“ Verbände unseres Bistums hilft vielleicht auch, um die eigene Situation besser zu beurteilen. Von 2018 bis 2022 hat das Kolpingwerk 9,6 % Mitglieder verloren, nur das DJK hatte weniger Verluste. Es gibt aber auch Verbände mit bis zu 33 % Mitgliederverlust in diesem Zeitraum. Weiterhin möchte ich an dieser Stelle noch einen Blick auf die Entwicklung der Kirchen in Deutschland werfen, da wir ja Teil der Kirche sind (in Ziffer 11 des Leitbildes des Kolpingwerkes Deutschland heißt es: „KOLPING ist Teil der katholischen Kirche“). Im Jahre 1972 waren in der BRD 90 % der Bewohner entweder katholisch oder evangelisch. Im Jahre 1990 (nach der Wiedervereinigung) waren noch 73 % entweder katholisch oder evangelisch und im Jahre 2022 sind es nur noch 48 %, davon 25 % katholisch. Diese Entwicklung muss man bei der Beurteilung der eigenen Situation berücksichtigen

Von daher dürfen wir optimistisch sein, dass wir im Vergleich zur Gesamtsituation noch gut dastehen.


Text und statistische Aufbereitung:
Heribert Knollmann

Stellvertretender Diözesanvorsitzender Heribert Knollmann
Stellvertretender Diözesanvorsitzender Heribert Knollmann

Gut zu wissen

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Das komplette Kolping-FORUM mit dem Schwerpunktthema „Arbeit(s)Leben“ und aktuellen Artikeln aus dem Diözesanverband findet sich hier.

 
 

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