12.11.2020

Engagement im Diözesanverband

Wir stellen vor: Diözesanvorstand

Je nach Talent oder Interesse können sich Kolpingmitglieder einbringen, auch auf Diözesanebene. Denn die Mitwirkungsmöglichkeiten in den Gremien und Fachausschüssen sind vielfältig. Heribert Knollmann von der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor arbeitet als stellvertretender Diözesanvorsitzender im Vorstand des Diözesanverbandes Münster mit. Im Interview mit Rita Kleinschneider berichtet er über die Aufgaben des Diözesanvorstandes und seine Motivation, sich hier ehrenamtlich einzubringen.

Der Diözesanvorstand ist das Leitungsorgan des Kolpingwerkes Diözesanverband (DV) Münster und ist gegenüber dem Diözesanpräsidium weisungsbefugt. Eine große Verantwortung also gegenüber den fast 250 Kolpingsfamilien und 37.500 Mitgliedern sowie auch dem Etat des DV, oder?

Ja, das ist so. Im Diözesanvorstand werden die inhaltlichen Fragen diskutiert und letztendlich entschieden. Dabei sollten die Mitglieder_innen die Idee Adolph Kolpings, die Aussagen des Leitbildes und das christliche Menschenbild im Blick haben. Unterstützt werden wir dabei durch die Arbeit der Diözesanfachausschüsse, die inhaltliche Antworten vorbereiten, und durch die hauptberuflichen Mitarbeiter_innen des Diözesanverbandes.

Wir können nicht alle Aufgaben erwähnen, die die Mitglieder des Diözesanvorstandes zu leisten haben. Was wären also die Kernthemen /-verantwortungen, mit denen er sich befasst?

Basis des Kolpingwerkes Diözesanverbandes Münster sind seine 250 Kolpingsfamilien. Von daher ist die Unterstützung und die Motivation der Kolpingsfamilien ein Kernthema des Diözesanvorstandes.
Darüber hinaus ergeben sich die Kernthemen und –verantwortungen aus den Schwerpunkten des Diözesanverbandes, die die Diözesanversammlung festgelegt hat: „Arbeit und Soziales“, „Internationalität und Eine Welt“, „Familie und Generationen“, „Kirche mitgestalten“ und „Verbandsentwicklung“.
Nicht zu vergessen ist die Umsetzung der Beschlüsse der Diözesanversammlung und des Diözesanhauptausschusses.


Kann man sich als Vorstandsmitglied nach eigenen Interessen mit Schwerpunktthemen befassen?

Ja und das ist auch gut so. Alle Mitglieder_innen des Diözesanvorstandes haben unterschiedliche Talente und Interessen und können diese einbringen. So können wir als Teamleistung den Anforderungen gerecht werden.

Wohl kaum können die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder sich um alle der vielen Tätigkeitsbereiche im DV Münster kümmern. Sind die hauptberuflichen Mitarbeiter_innen eine gute Unterstützung in der Ausführung der Beschlüsse?

Die hauptberuflichen Mitarbeiter_innen sind eine tragende Säule, wenn es darum geht, die Aufgaben des Diözesanvorstandes umzusetzen. Ohne ihre inhaltliche, kompetente Unterstützung könnte der Diözesanvorstand nicht arbeiten. Daher ist es gut, dass wir im Kolpingwerk DV Münster in der Lage sind, unsere Mitarbeiter_innen zu finanzieren.

Welche Kompetenzen bzw. Faible sollte man mitbringen für eine Mitwirkung?

Wie vorher schon gesagt sind es nicht „DIE“ Kompetenzen, sondern viele Kompetenzen durch unterschiedliche Mitglieder_innen des Diözesanvorstandes. Was natürlich sehr hilfreich ist – die Liebe zu dem Werk Adolph Kolpings! Manche sagen auch: „KOLPING ist mein größtes Hobby!“

Was macht für Sie den Reiz aus, hier auf Bistumsebene im Kolpingwerk in dieser verantwortlichen Position mitzuwirken?

Wenn jemand von der Idee Adolph Kolpings begeistert ist, dann hat es natürlich auch seinen Reiz auf Diözesanebene mitwirken zu können und die Entwicklung des Kolpingwerkes DV Münster mit zu gestalten!


Hat für Sie dieses Ehrenamt / bzw. Ehrenamt grundsätzlich auch positive Auswirkungen auf Ihre Persönlichkeit / auf Ihr berufliches Standing?

Natürlich. Ich glaube jeder Mensch der sich ehrenamtlich engagiert, erfährt dadurch eine positive Entwicklung seiner Persönlichkeit. Für mich persönlich kann ich sogar sagen, ohne die ehrenamtliche Tätigkeit wäre ich nicht die heutige Persönlichkeit, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben.

Wenn Sie mir "drei gute Gründe" für eine Mitarbeit nennen sollten, welche würden Ihnen spontan einfallen?

1. Menschen kennenlernen, für sie tätig sein und auch mit ihnen Spaß haben.
2. Die Gesellschaft in unserem demokratischen Sozialstaat mittels der durch das Kolpingwerk gegebenen Einflussmöglichkeiten mitgestalten.
3. Unsere Kirche mitgestalten auf der Basis unserer christlichen Grundhaltung aber durchaus mit einer kritischen Sicht. Gerade in den vergangenen Monaten haben viele Menschen pastorales Handeln der Kirche vermisst. Die Stellung der Frau in der Kirche ist dringendst zu korrigieren.


Eine Frage, die gerade zum Herbst passt: Wann haben Sie / hat der Vorstand / das Empfinden, die Ernte seiner Bemühungen und Entscheidungen einfahren zu können?

Das ist ein guter Vergleich. Immer wieder können die Mitglieder_innen des Diözesanvorstandes das Empfinden haben, ein Ziel erreicht zu haben. Das gute Gefühl, die Anstrengungen und die Arbeit, der Zeiteinsatz haben sich gelohnt.
Aber die Arbeit im Diözesanvorstand ist ein ständiger, langfristiger Prozess, um sich immer wieder den neuen Herausforderungen zu stellen. Denn schon Adolph Kolping hat gesagt: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“


Vielen Dank für das Interview und beste Wünsche, auch für Ihre Kolleg_innen im Diözesanvorstand, für diese verantwortungsvollen Aufgaben.

Dipl.-Ing. Heribert Knollmann, stellvertretender Diözesanvorsitzender, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor und Mitglied des Landesvorstandes Kolpingwerk NRW.
 Foto: Rita Kleinschneider
Dipl.-Ing. Heribert Knollmann, stellvertretender Diözesanvorsitzender, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Rheine-Emstor und Mitglied des Landesvorstandes Kolpingwerk NRW.
Foto: Rita Kleinschneider
 
 

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