14.10.2020

Von montags null Uhr bis samstags 24 Uhr muss reichen!

Kolpingwerk DV Münster: Sonntagsschutz achten!

Der Diözesanvorstand des Kolpingwerkes im Bistum Münster kritisierte jüngst bei seiner Sitzung im Oktober die neue Regelung der Landesregierung NRW, in diesem Jahr an allen vier Adventssonntagen das Einkaufen zu erlauben.

Damit könne nach Aussagen der Landesregierung der Andrang der Kunden bei den Weihnachtseinkäufen entzerrt werden, was dem Infektionsschutz diene, so die Begründung aus Düsseldorf. Die katholischen Bistümer tolerieren die ausnahmsweise Öffnung verkaufsoffener Adventssonntage in Nordrhein-Westfalen.

Kolping Diözesanvorstand kritisiert neue NRW-Regelung

Der Kolping-Diözesanvorstand dagegen kritisiert die neue Regelung. Dazu Kolping-Geschäftsführer Uwe Slüter: „Für eine weitere Ausweitung auf den Sonntag besteht keine Notwendigkeit. Im Gegenteil führt eine Ladenöffnung am Sonntag zu einer unnötigen, weiteren Belastung für die Beschäftigten.“ Das Ladenöffnungsgesetz erlaube die Öffnung von montags null Uhr bis samstags 24 Uhr. „Das ist für die Arbeitnehmer_innen während der stressigen Vorweihnachtsphase schon oberhalb der Belastungsgrenze und für die Verbraucher mehr als ausreichend“, so Slüter als Sprecher des Diözesanvorstandes. 

So wichtig die Stärkung des Einzelhandels und die Sicherung derer Arbeitsplätze auch sei: „Einkaufsmöglichkeiten am Sonntag verursachen keine Umsatzsteigerung beim Weihnachtsgeschäft, nur dessen Verlagerung aus üblichen Arbeitstagen.“ Die sogenannten verkaufsoffenen Sonntage würden nach Meinung des Kolpingwerkes wohl eher noch durch Sonntags-Flanierer das Gedränge in den Fußgängerzonen erhöhen. 

Die Umsetzung der offenen Adventssonntage verursache höhere Arbeitslohnkosten. „Nach betriebswirtschaftlichem Ermessen werden die Einzelhändler diese auf die Endpreise aufschlagen müssen“, gibt Uwe Slüter zu bedenken. „Damit ist in den Familien weder dem Geldbeutel noch ihrem in NRW gesetzlichem Recht auf Sonntagsruhe gedient.“

Das Kolpingwerk im Bistum Münster appelliert, auch in der ohnehin schon stressigen und sorgenvollen Corona-Zeit gerade die besonderen Sonntage im Advent als Tage der Arbeitsruhe zu erhalten.


Text: Pressestelle Kolpingwerk DV Münster

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