13.10.2020

Diözesanvorstand tagte in Coesfeld!

Am 09. und 10. Oktober tagte der Diözesanvorstand. Eine volle Tagesordnung wartete auf die Mitglieder. 

Sonntagsschutz achten!

Der Diözesanvorstand kritisiert die neue Regelung der Landesregierung NRW, an allen vier Adventssonntagen das Einkaufen zu erlauben. Für eine weitere Ausweitung auf den Sonntag bestehe keine Notwendigkeit. Im Gegenteil führe eine Ladenöffnung am Sonntag zu einer unnötigen, weiteren Belastung für die Beschäftigten. Das Ladenöffnungsgesetz erlaubt die Öffnung von montags bis samstags 24 Uhr, das sei mehr als ausreichend. Das Kolpingwerk fordert, den Sonntag als Tag der Arbeitsruhe auch in Corona-Zeiten zu erhalten und hat hierzu ein Statement veröffentlicht. 

Einführung eines sozialen Pflichtdienstes wird abgelehnt

Regelmäßig werden politische Forderungen laut, eine allgemeine Dienstpflicht einzuführen – so auch derzeit im Kolpingwerk. Begründet wird die Forderung oft mit einem Personalmangel im Pflegesektor sowie einer Sorge vor fehlendem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genau das wäre jedoch eine Verzweckung der Idee der Freiwilligendienste.
Eine Pflicht zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts kann nicht allein der jüngeren Generation auferlegt werden, sondern ist eine Aufgabe, der sich alle Altersgruppen der Bevölkerung gleichermaßen widmen müssen.
Der Diözesanvorstand steht einer Verzweckung der Freiwilligendienste durch die Einführung eines Pflichtdienstes deutlich entgegen und spricht sich für die Beibehaltung der Freiwilligkeit und für eine Stärkung der Freiwilligendienste aus. Der Diözesanvorstand fordert einen Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienstplatz. Das Statement ist hier zu finden.

Bistumsfinanzierung soll um 10 % gekürzt werden

Die Verbändeförderung im Bistum Münster soll wegen rückläufiger Kirchensteuermittel bis 2025 um 10 % gekürzt werden. Die Kürzungsabsicht wird vom Diözesanvorstand kritisiert. Das Kolpingwerk ist Bindeglied zwischen Kirche und Gesellschaft und unverzichtbarer Teil von Kirche. Insbesondere gelte dieses für die Kolpingjugend und andere katholische Jugendverbände.

Bundeshauptausschuss vorbereitet

Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes findet in diesem Jahr erstmals als virtuelle Konferenz am 07. November statt. Der Diözesanvorstand beschloss einstimmig, den Beschluss (s. u.) des eigenen Hauptausschusses als Antrag einzubringen. Außerdem macht sich der Diözesanvorstand für eine Digitalisierung des gesamten Kolpingwerkes unter Federführung des Bundesverbandes stark.

Das Kolpingwerk im DV Münster stellt den Antrag „Gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen! Impulse für eine gute Zukunft!“ und fordert Entscheidungen die unser Gemeinwesen stärken und unsere Gesellschaft gerechter machen. Dabei legt das Kolpingwerk Wert darauf, wirtschaftspolitische Entscheidungen - wie z. B. Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung - zukünftig immer auf Umweltverträglichkeit zu prüfen, um so die Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren und krisensichereren Wirtschaft durch die Politik aufzugreifen und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Gefordert wird die konsequente Umsetzung des Mindestlohnes, der deutlich erhöht werden muss.
Weitere Themenbereiche sind u. a.: Stärkung der Sozial- und Tarifpartnerschaft; Sicherstellung der Kinderbetreuung; bezahlbarer und familiengerechter Wohnraum; Frauenförderung und gesetzliche Verankerung von gleicher Bezahlung für Frauen und Männer; Veränderungen im Gesundheitssystem und eine Reform des Rentensystems und Absicherung im Alter als Kernversprechen des Sozialstaates, um Altersarmut vorzubeugen.

Neue Diözesansatzung vorgelegt

Der Diözesanhauptausschuss fordert Satzungsänderungen in der Diözesansatzung. Der Vorstand diskutierte und beschloss bereits in erster Lesung einen Entwurf, mit dem sich nun die Regionen beschäftigen sollen. Ziel ist eine Abstimmung der neuen Satzung auf der kommenden Diözesanversammlung.

Kurz und knapp

  • Täglich kommen Anmeldungen für das Egat am 31 Oktober in Coesfeld. Solange das Infektionsgeschehen das Egat nicht unmöglich macht, findet unsere Verbandsmesse wie geplant statt. Eine Teilnahme ist nur nach vorheriger schriftlicher Anmeldung unter egat@kolping-ms.de möglich. 
  • Die Delegiertenversammlung im Oldenburger Land war ein voller Erfolg. Mit einer deutlichen Stellungnahme hat sich das Kolpingwerk Land Oldenburg in die Diskussion um die Wohnungsnot in Niedersachsen eingeschaltet. In einer neuen Stellungnahme fordert der Kolping-Landesverband die Landesregierung in Hannover und die Kommunen auf, alles zu tun, damit Familien mit „geringem und mittlerem Einkommen“ künftig „ausreichender und bezahlbarer Wohnraum“ zur Verfügung gestellt werden kann.

Text: Uwe Slüter

vorstand
 
 

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Gerlever Weg 1
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