11.09.2020

Nicht an einem Zaun aus Paragrafen scheitern!

Appell des Kolping Diözesanverbandes Münster zum Brand im Flüchtlingslager Moria / Rechtliche Hürden überwinden

Das Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Münster appelliert an die Bundesregierung, die rechtlichen Hürden zu minimieren. „Elementar notwendige Hilfe bei dieser kaum vorstellbaren Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria kann nicht an einem Zaun aus Paragrafen scheitern!“ 

Bei seiner Sitzung am 09. September zeigte sich das Präsidium des Kolpingwerkes Diözesanverband (DV) Münster entsetzt über diese Tragödie um die vielen Einzelschicksale: „Wenn wir die Glaubwürdigkeit unserer religiösen und humanistischen Verantwortung ernst nehmen, müssen unkonventionelle Brücken zu den Flüchtlingen auf der Insel Lesbos geschlagen werden.“ Das Präsidium unterstützt den Aufruf des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) an die europäischen Staaten und unsere Bundesregierung zu sofortiger Hilfe. 

Die EU müsse eine schnelle humanitäre Lösung für eine Aufnahme der Flüchtlinge schaffen, erwartet das Kolpingwerk DV Münster. Deutschland habe dabei aufgrund seiner EU-Ratspräsidentschaft eine besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. Wenn die EU weiterhin in ihrer politischen Blockade verharrt, sollte die Bundesrepublik Vorreiter sein und mehrere Tausend Flüchtlinge aufnehmen.

Kolping will helfen

Das Kolpingwerk mit seinen aktiven Mitgliedern habe sich zu Beginn der Flüchtlingskrise schon als helfender und zupackender Verband gezeigt. Die Erfahrungen hieraus bietet man auch jetzt als Hilfe an. „Unsere Kolpingsfamilien vor Ort könnten mithelfen, Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu vermitteln und ihnen auf dem Weg zu einem menschenwürdigen Leben beizustehen.“

Europa darf nicht wegsehen

Die Situation der Flüchtlinge auf dem um das Vierfache überbelegte Lager sei schon zuvor ein Spiegelbild der Versäumnisse in der europäischen Migrationspolitik. „Wir fordern unsere gewählten Europaparlamentarier sowie die Bundestagsabgeordneten auf, die Flammen des verheerenden Brandes auch als Warnung für die nun nicht mehr aufzuschiebende Lösung seitens der EU-Staatengemeinschaft zu verstehen.“

Text: Rita Kleinschneider

Foto: Thomas Meier auf pixabay.com
Foto: Thomas Meier auf pixabay.com
 
 

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