26.05.2020

Das Herz zum Pfande gegeben

Zum Tod von August Werning, Kolping-Diözesanpräses bis 1989


Am Samstag, 23. Mai 2020, ist Pfarrer em. August Werning verstorben.

Zehn Jahre (November 1979 bis Dezember 1989) prägte er als Diözesanpräses das Kolpingwerk im Bistum Münster. Der Tod von August Werning bewegt viele Kolpingbrüder und Kolpingschwestern.

Diözesanpräses Werning war überzeugter Priester und Kolpinger bis an sein Lebensende. Mit offenem, fröhlichem Naturell und bodenständiger Heimatverbundenheit gesegnet verstand er es, die Herzen der Kolpinger und die seiner Gemeindemitglieder zu erreichen. Der Zusammenhalt der Gemeinde und ihrer Vereine waren ihm wichtig. Seine Seelsorge, die Gottesdienste und klaren Worte seiner Predigten waren oftmals Lebenshilfe. Dieses Zitat von Adolph Kolping könnte August Werning gut umschreiben:
„Wer die Menschen gewinnen will, muss sein Herz zum Pfand geben.“

August Werning riskierte, sein Herz einzusetzen und gewann die seiner Mitchristen, Kolpinger, Freunde. Er war ihnen spiritueller Wegbegleiter in allen Lebensphasen. Anordnungen während seiner verbandspolitischen Verantwortungen im Kolpingwerk traf er mit Entschiedenheit aber nie ohne diese Lebensmaxime. Auch als Kreislandseelsorger (ab 1973), Jugendseelsorger für das Dekanat Bocholt (ab 1976), als Diözesan-Männerseelsorger (ab 1985) und Polizeipfarrer für den Kreis Borken (ab 1993) war seine spirituelle und menschliche Kompetenz gefragt.

Viele Erlebnisse und manche Anekdote aus gemeinsamen Kolping-Veranstaltungen und -Reisen werden seine irdische Zeit überdauern. Soweit es die Gesundheit noch erlaubte, blieb August Werning seinen Kolpingern im Diözesanverband Münster verbunden und übernahm bei Besinnungswochen zur Freude der Mitreisenden die geistliche Begleitung.

„Die Gemeinschaftserfahrung in der Kirche, die Freude etwas für diese Gemeinschaft zu tun, das waren für mich die Beweggründe, Priester zu werden und nicht irgendeine theologische Erkenntnis", diktierte August Werning dem Journalisten seiner Heimatzeitung anlässlich seines 75. Geburtstages in’s Notizbuch. Am 7. Juli 2020 wäre er 80 Jahre geworden.

1980 wurde er Rektor der Kapelle der Kolpingbildungsstätte in Coesfeld. Er war Präses der Kolpingfamilie Münster-Zentral, Leiter des Referates Handwerk in der Hauptabteilung Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat in Münster.

August Werning wuchs in der elterlichen Gaststätte und Bäckerei in Legden auf. Die Priesterweihe empfing er am 6. August 1972. Stationen seines priesterlichen Wirkens waren mehrfach Bocholt, von 1989 bis 2003 als Gemeindepfarrer in Ahaus, später als Emeritus in Coesfeld und in seiner Heimat Legden, wo er auch die letzten Lebensjahre verbrachte.

Am Pfingstsamstag, 30. Mai 2020, verabschieden wir August Werning aus diesem Leben.
Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster dankt ihm für sein Wirken. Möge sein irdisches Pfand beim Vater im Himmel reich belohnt werden.

  • Das Requiem wird um 10 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt Ahaus (Marktstraße) vom leitenden Pfarrer Stefan Jürgens zelebriert. (Hinweis: Einlass nur bis zur Gewährleistung der Hygiene- und Abstandsverordnung)
  • Anschließend wird August Werning in seiner Heimatgemeinde auf dem Friedhof in Legden (Ahauser Str.) im engeren Kreis beigesetzt.

Text und Foto: Rita Kleinschneider

August Werning, Kolping-Diözesanpräses von 1979 bis 1989
August Werning, Kolping-Diözesanpräses von 1979 bis 1989

Das Requiem für Pfarrer em. August Werning wird am Samstag, 30.05., ab 10 Uhr live aus St. Mariä Himmelfahrt

übertragen.

 
 

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