26.05.2020

„Beten ist nicht abgesagt!“

Eggerode: Kolping-Diözesanfrauenwallfahrt im kleinen Kreis

Diözesan-Frauenwallfahrt. Ein traditionelles Datum im Jahreskreis der Kolpingsfamilien mit meist über 200 Teilnehmenden. Abgesagt wegen Corona. Eine kleine Gruppierung von knapp 20 Frauen und Männern kam, stellvertretend für alle Kolpinger, zu einer Wallfahrtsstunde zusammen. Unter dem Kolping-Diözesanbanner wurde ein sehr tiefes Empfinden von Verbundenheit als Kolping-Gemeinschaft und im Gebet spürbar. Diözesanseelsorgerin Alexandra Damhus sprach wohl allen Anwesenden aus der Seele: „Wir bitten in diesen elementaren Zeiten für alle Kolpingmitglieder unseres Diözesanverbandes um den Schutz der Gottesmutter.“ Auch Diözesanpräses Franz Westerkamp nahm an dieser Eggeroder Wallfahrt teil.

Der Kapellenplatz in Eggerode bot sich draußen und mit vorgeschriebenen Sicherheitsabständen zu einem Wortgottesdienst an.
Der Kapellenplatz in Eggerode bot sich draußen und mit vorgeschriebenen Sicherheitsabständen zu einem Wortgottesdienst an.

Freundschaft ist nicht abgesagt!...

Nach vielen Jahren auf dem Annaberg in Haltern am See, nun im zweiten Jahr im Wallfahrtsort Eggerode, bot sich der idyllische Kapellenplatz mit seinen im Rund angelegten Holzbänken, draußen und mit vorgeschriebenen Sicherheitsabständen zu einem Wortgottesdienst an, den Alexandra Damhus inhaltlich gestaltete. Sie hatte Lieder und Texte ausgesucht und für eine Liturgie zusammengestellt, die die subtilen Ängste vor diesem nicht fassbaren Virus nicht außen vor ließ, aber auch Mut machten. Denn „Nicht alles ist abgesagt …“, zitierte sie eine Lyrik, die sich vielfach im Internet multipliziert hatte: „Liebe ist nicht abgesagt!... Freundschaft ist nicht abgesagt!... Beten ist nicht abgesagt!“

#orange Engel

Es sei berührend zu lesen und zu erleben wie enorm hoch die Hilfsbereitschaft überall ist. Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster hat einige der mutmachenden Aktionen unter dem Begriff „#orange Engel“ auf Facebook gesammelt.

Virus trägt Namen einer Heiligen

Das Virus, das die Welt seit Wochen in Atem hält, trägt den Namen Corona. „Ein Blick ins Heiligenlexikon verrät: Es gibt tatsächlich die Heilige Corona. Ihre Reliquien befinden sich in der Domschatzkammer Aachen. Sie lebte im zweiten Jahrhundert nach Christus und starb, so die Legende, im Alter von 16 Jahren den Märtyrertod.“ Eine überraschende Parallele: „Die Heilige Corona gilt als Schutzpatronin gegen Seuchen. Und sie wird u. a. für Standhaftigkeit im Glauben angerufen.“ Eine weitere Parallele, diese kleine Pilgerstunde trotz aller Widrigkeiten durchzuführen?
Alexandra Damhus hatte eigens für diesen Gottesdienst eine Litanei zur Hl. Corona um Fürsprache verfasst, die gemeinsam gebetet wurde.
Zum Abschied gab es liebevoll aufgebundene orange-farbene Rosen. Als Dank für die Teilnehmenden, die im gebotenen Umfang stellvertretend für alle Kolpinger auch dieses Jahr am Ort der geplanten Frauenwallfahrt stellvertretend für die Kolpinggeschwister gebetet haben.

Ausblick

Nächstes Jahr sollen wieder viele Kolpingschwestern und -brüder am letzten Mai-Montag in Eggerode zur Wallfahrt zusammenkommen. Bereits jetzt hat Maria Bubenitschek ihr Kommen und die Predigt zugesagt. Als erste Frau leitet sie seit Kurzem die Hauptabteilung Seelsorge beim bischöflichen Generalvikariat in Münster.

Rita Kleinschneider

 
 

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