30.04.2020

Eine Krise fordert uns heraus - weltweit

Die Coronakrise lähmt uns in einer nie gekannten Weise. Wie aber geht es unseren Partnern im Kolpingwerk Uganda?
Fred Wakisam Managing Director Uganda Kolping Societyberichtet für uns:

Liebe Freunde, Liebe Kolpingschwestern und  Kolpingbrüder!
Als das Jahr 2020 begann, wurde bei uns mit viel Tatendrang geplant. Da wusste noch niemand von uns, dass die Welt einmal in einen Lock-down geraten würde. Niemand konnte sich leere Straßen in den Städten und Arbeitsplätze in den eigenen vier Wänden vorstellen oder dass wir alle länger als die übliche Zeit zu Hause bleiben würden. Dass wir auf das Hände schütteln verzichten und keine Gelegenheiten haben würden, gute Erinnerungen mit einem unmittelbaren Nachbarn zu teilen, wie es heute der Fall ist!
Die Pandemie COVID 19 hat viele soziale Aktivitäten in den Gemeinden verändert. Niemandem ist es erlaubt, einander näher zu kommen, auch nicht den eigenen Leuten, wenn sie sich nicht kürzlich den selben Wohnraum geteilt haben. Soziale Distanz wird propagiert und gefordert, um die Menschen zu schützen. COVID 19 Patienten werden nur durch Ärzte betreut. Eine Pflege durch die Familienangehörigen gibt es nicht. Für uns ist das seltsam und beunruhigend.
In Uganda hat sich einiges geändert.

Uganda Helmut Tissen

Als Kolpingwerk Uganda (UKS) haben wir alle Aktivitäten bis auf weiteres ausgesetzt, was in der Geschichte von UKS in den letzten 42 Jahren noch nie vorgekommen ist. Einige von uns haben zunächst ihr Zuhause in ein Büro verwandelt. Und viele von uns nehmen sich etwas Zeit, um gemeinsam zu Hause zu beten, Predigten im Radio oder im Fernsehen zu verfolgen und die weltweite Krise des COVID 19 zu beobachten, die viele unserer Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt mit viel Schmerz heimsucht! Als Gläubige, Brüder und Schwestern in Christus bleiben wir optimistisch und hoffnungsvoll, dass die Krise so bald ein Ende haben wird und die Menschheit die Freiheit zurückgewinnt, wie in Johannes 3,16 versprochen.
Es ist wichtig, dass wir alle Richtlinien, wie sie von den jeweiligen Gesundheitsämtern bekannt gegeben wurden, berücksichtigen und es ist wichtig, dass alle zu Hause bleiben, um die eigene Sicherheit und die der Familien zu gewährleisten.
Als UKS verpflichten wir uns, mit allen unseren Partnern und Freunden in Verbindung zu bleiben. Gemeinsam wollen wir Ideen für die Zukunft der Menschen entwicklen.
Wir werden weiterhin für die Fürsprache des Seligen Adolph Kolping beten, um uns alle vor dieser Pandemie zu retten.

Update zur Situation in Uganda

Alle Hotels und Schulen mussten landesweit schließen. Davon betroffen sind auch die Kolping-Ausbildungskurse in Kampala. Alle Kolping-Hotels sind momentan geschlossen. Alle Mitarbeitenden arbeiten von zu Hause aus, soweit dies möglich ist. Bildungsmaßnahmen können momentan nicht durchgeführt werden.
Die Lebensmittelpreise haben sich mehr als verdoppelt. Die Situation ist angespannt, da viele Familien im Moment kein Geld verdienen und sie keine Ersparnisse haben. Auf den Feldern darf gearbeitet werden, solange die Abstandsregeln eingehalten werden. Kolping ermuntert die Bauern, mehr als üblich anzubauen, damit sie sich einen Vorrat anschaffen können. Die Regierung hat angefangen, in und um die Hauptstadt Kampala Lebensmittel zu verteilen. Viele gehen dabei aber leer aus. (KOLPING INTERNATIONAL)

Fotos aus Uganda

Als weltweite Kolpingsfamilie zusammen stehen

Die Corona-Pandemie verlangt uns allen einiges ab und beim Blick in unsere Partnerländer zeigt sich: In Afrika, Asien und Lateinamerika hat schon die große Katastrophe begonnen. Um in dieser Not zu helfen, ist jetzt unsere Solidarität gefragt. Deshalb wurde der „Kolping-Corona-Fonds“ ins Leben gerufen. Damit soll rasch geholfen werden, wo die Not am größten ist.  Wenn Du helfen kannst, bitten wir Dich um Deine Hilfe, ganz im Sinne Adolph Kolpings, der sagte: „Tue Gutes, wo Du kannst. Und wer der Hilfe bedarf, wo Du sie leisten kannst, der ist Dein Nächster.“

Wir hoffen, diese Bitte kommt für Dich nicht zur Unzeit, und danken bereits jetzt herzlich für Deine Hilfe und Unterstützung

 
 

Anschrift

Kolpingwerk Diözesanverband
Münster e.V.

Gerlever Weg 1
D-48653 Coesfeld

Kontakt

Telefon: 02541 / 803-01
Telefax: 02541 / 803-414
info@kolping-ms.de
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