Vom Norden bis zum Niederrhein

Franz Westerkamp als 16. Diözesanpräses des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster eingeführt: Franz Westerkamp wurde bei der Diözesanversammlung am Samstag (19.11.) von Weihbischof Geerlingsals neuer Präses des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster eingeführt. Bisher war er leitender Pfarrer in St. Nikolaus in Münster-Wolbeck.

Vom Norden bis zum Niederrhein

Der neue Diözesanpräses Franz Westerkamp (Mitte) mit Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen und Weihbischof Geerlings nach der Einführung.

Westerkamp tritt die Nachfolge von Dirk Holtmann an. Holtmann ist seit September leitender Pfarrer in Ss. Fabian und Sebastian Osterwick. Franz Westerkamp wird das Amt des Diözesanpräses ebenfalls mit einer halben Arbeitsstelle ausfüllen. Der 46-Jährige wird in Coesfeld wohnen. Er teilt sich die Aufgaben der seelsorglichen Leitung mit Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen (Coesfeld).

„Ich bin mit Kolping groß geworden und wäre ohnedem auch wohl beruflich nicht dort wo ich jetzt bin“, so Franz Westerkamp. Seine Hobbys, das Lesen historischer Romane, Musik von Klassik bis Charts, Konzerte, Kultur und Ausstellungen sowie Reisen „am liebsten in die Berge“, ermöglichen ihm einen guten Ausgleich zu seinen seelsorglichen Aufgaben.

Vita

Franz Westerkamp wurde 1965 im ländlichen Visbek (Südoldenburg) geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Während des Zivildienstes in einem Altenpflegeheim reifte der Gedanke Priester zu werden. So holte er sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach, studierte ab 1993 Theologie und Philosophie in München und Münster. 2002 wurde Franz Westerkamp zum Priester geweiht. Er war sechs Jahre Kaplan in St. Michael in Münster-Gievenbeck (jetzt fusioniert Liebfrauen-Überwasser in Münster). Seit April 2008 bis Herbst 2011 war er leitender Pfarrer in St. Nikolaus in Münster-Wolbeck. 

Für seine neue Aufgabe als Diözesanpräses des Kolpingwerkes fühlt er sich gut gerüstet. Jugend und junge Erwachsenenzeit verbrachte er in der Kolpinggruppe Visbek, als Gruppenleiter, später in der Leiterrunde und auch ein Jahr im Jugendteam des Kolpingwerkes Land Oldenburg. Auch vor einem Arbeitseinsatz im Süden Brasiliens scheute er nicht zurück. 

Eine gute Portion Respekt habe er vor dem großen Diözesanverband im Bistum Münster. Doch gerade darin liege auch der Reiz seiner neuen Tätigkeit, so Franz Westerkamp. „So unterschiedlich die Charaktere der Menschen vom Norden bis zum Niederrhein und die Betätigungsfelder vor Ort sind - uns alle eint doch das Engagement für Kolping und seine Ideen.“ Gespannt sei er auf das Kennenlernen der Kolpingmitglieder, ihrer Kolpingsfamilien und die Gemeinden in denen sie sich für die Sache Kolpings engagieren. 

Den Dialogprozess in der katholischen Kirche und die anstehenden Überlegungen zur künftigen Struktur der verbandlichen Ebenen im Kolpingwerk Diözesanverband Münster will Franz Westerkamp nach besten Kräften begleiten. Wichtig ist dem neuen Diözesanpräses „sowohl für die Kolpingsfamilien als auch für jeden Einzelnen, dem Kolpingmitglied wie den hauptamtlichen Mitarbeitern, ein persönlicher Ansprechpartner zu sein“. 

Als Seelsorger ist Franz Westerkamp ebenfalls mit einer halben Stelle in St. Lamberti Coesfeld tätig.

Text und Fotos: Rita Kleinschneider

21.11.2011 12:30
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