Kolping-Paten-Projekt ausgezeichnet als eines der besten 100 Projekte deutschlandweit
Das Kolpingwerk startet derzeit ein Pilot-Projekt, das dort ansetzen will, wo nachbarschaftliche Sorge nicht mehr selbstverständlich funktioniert und der Kontakt zwischen Generationen dürftig geworden ist. Denn: wer wenig Kontakte hat, verkümmert.
Die Idee steht noch am Anfang und doch hat sie schon deutlichen Zuspruch erfahren:
Das Projekt hat bei „startsocial“, einem bundesweiten Wettbewerb zum bürgerschaftlichen Engagement unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel, als eines des besten 100 Projekte unter 500 Bewerbungen ein dreimonatiges professionelles Coaching gewonnen. Dadurch erhoffen sich die Beteiligten Impulse und Anregungen, damit das Projekt ein Erfolg wird. Startsocial selbst ist derzeit nominiert für den Deutschen Ehrenamtspreis 2011 (www.startsocial.de). Gleichzeitig können sich die Initiatoren freuen: Die Sparkassenstiftung für den Kreis Coesfeld war von der Idee begeistert, wie Kolping Generationen miteinander ins Gespräch bringen und vor Ort die Lebensbedingungen verbessern will und hat zugesagt, das Projekt mit 3.500 Euro zu fördern.
Zielsetzung des Besuchsdienstes durch ehrenamtliche Paten ist, dass Menschen wieder aktiv am Gemeinde-, Stadtteil- bzw. Gruppenleben teilnehmen können. Die besuchten Menschen sollen nicht vereinsa¬men, sondern (wieder) sozial eingebunden sein. Sie sollen ihre eigenen Ressourcen und Kompetenzen erkennen und nutzen können. Die Menschen werden zunächst zu Hause besucht, da sie von sich aus keine oder wenige Angebote aktiv nutzen können oder wollen. Perspektive dabei ist jedoch, durch Information, Motivation, Vernetzung und Begleitung die Anzahl der außerhäuslichen Aktivitäten und Kontakte zu steigern. Die Paten werden in einem mehrteiligen Kurs des Kolping-Bildungswerkes in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Dülmen qualifiziert und können sich so auf ihre Aufgabe vorbereiten. Schließlich ist es wichtig, eine Vorstellung zu haben, was die Paten in ihrem Engagement erwartet und wie sie es konkret gestalten können.
„Nachbarschaft neu gedacht – Generationen in Verantwortung“
Interessierte – als Paten oder als Ansprechpartner und Initiatoren in der Kolpingsfamilie oder Gemeinde - können sich gerne melden bei:
Sonja Wilmer-Kausch, Erwachsenen- und Seniorenbildung, 02541/803-472, wilmer-kausch@kolping-ms.de
Text: Carolin Olbrich
Bild: Klaus-Dieter Gottwald




