Gekreuzigt, gestorben und begraben…

Ein stiller Feiertag macht von sich Reden

Immer mehr werden wir Christen zu einer Minderheit in diesem Land.
Immer weniger Menschen verstehen unsere Feste - verstehen wir sie selbst?
Wen wundert es wirklich, dass da Politiker auf die Idee kommen, diesen Tag in einen normalen Arbeitstag umzuwandeln?
Wer von uns begeht diesen Tag, den Karfreitag, festliche, in stillem Gedenken?
Manchmal hab ich das Gefühl, wir haben die Fähigkeit verloren, ein solches Fest zu begehen.

Gekreuzigt, gestorben und begraben …
dieses Gedenken an Jesu Leidensgeschichte beinhaltet das Gedenken an alles Leid in unserer Welt, beinhaltet auch das Gedenken, dass unser Leben endlich ist.

Gekreuzigt, gestorben und begraben …
dieses Gedenken schließt alle Menschen und ihr Leid ein, ungeachtet ihrer Lebensentwürfe und Religion.

Gekreuzigt, gestorben und begraben …
gedenken wir dieses Menschen Jesu und gedenken wir aller Menschen in ihrem Leid, in ihrer Not, gedenken wir unserer eigenen Sterblichkeit

  • in Stille
  • indem wir Kerze anzünden
  • indem wir uns im Gebet an Gott wenden
  • in der Teilnahme an der Karfreitagsliturgie
  • in der Achtung vor den Menschen, die diesen Tag feiern
  • und in der Achtung vor den Menschen, die mit diesem Tag nichts anfangen können.

Achten wir einander und gehen wir Achtsam mit unseren Feiertagen um!

Ich wünsche Euch und uns von ganzem Herzen
einen stillen Karfreitag!

Eure
Diözesanseelsorgerin
Ursula Hüllen

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