Eugen Gerdemann nach schwerer Krankheit verstorben
Eugen Gerdemann wurde am 09. Dezember 1921 in Münster geboren. Als Schneidergeselle trat er der Kolpingsfamilie Münster-Zentral bei – und Kolping sollte fortan einen Großteil seines Lebensweges prägen. Nachdem er seine Meisterprüfung abgelegt hatte, leitete er die Fachabteilung für Schneider bei der Kolpingsfamilie Münster-Zentral. Den Wurzeln Eugen Gerdemanns im Handwerk entspricht es, dass er auch in der Handwerkskammer Münster mitwirkte, deren Vorstand er zeitweilig angehörte.
Der damalige Kolping-Diözesanpräses Hölscher gewann ihn ab Dezember 1953 als hauptamtlichen Mitarbeiter für den Zuständigkeitsbereich „Berufliche Bildung“ und die Fachabteilungen in den Kolpingsfamilien.
Ende der sechziger Jahre wurde Eugen Gerdemann mit der Geschäftsführung des Kolpingwerkes Diözesanverband Münster beauftragt. Er war Mitbegründer des Kolping-Bildungswerkes e.V. im Jahr 1969 und blieb bis 1977 Geschäftsführer des Vereins. Maßgeblich beteiligt war er am Aufbau der Kolping-Familienferienstätte Olpe. Mit Gründung des Trägervereins im Jahr 1965 übte er hier ebenfalls bis zum Jahr 1986 das Amt des Geschäftsführers aus.
Nach über 30-jähriger hauptamtlicher Tätigkeit im Kolpingwerk Diözesanverband Münster wurde Eugen Gerdemann im Dezember 1986 in den Ruhestand verabschiedet. Auch seinen Lebensabend verbrachte er in seiner Heimatstadt Münster.
Eugen Gerdemann war ein Kolpingbruder aus Überzeugung. Von der hohen Wertschätzung, die seine Persönlichkeit und sein Wirken genossen, legen unterschiedliche Ehrungen Zeugnis ab, u. a. mit dem Goldenen Ehrenzeichen des Kolpingwerkes Deutschland, mit dem Bundesverdienstkreuz und mit der Paulusplakette des Bistums Münster. Das Kolpingwerk Diözesanverband Münster gedenkt seiner in großer Dankbarkeit.
Das Seelenamt für den Verstorbenen wird am Donnerstag, den 26. Oktober 2006, um 9 Uhr in der Pfarrkirche St. Ludgeri, Münster, gefeiert. Um 10:30 Uhr findet die Beisetzung auf dem Münsteraner Zentralfriedhof statt.
