Fachausschussmitglieder waren dabei
Am ersten Austauschtreffen des Bundesfachausschusses „Verantwortung für die Eine Welt“ in Neuhof/Fulda nahmen die 4 Vertreter des DFA „Internationalität und Eine Welt“, Christiane Buß, Victoria Erckens, Matthias Knauff und René Teuber teil. Neben einem umfangreichen Erfahrungsaustausch mit den Vertretern aus den anderen Diözesanverbänden, stand der Fortbildungsteil unter dem Thema: „Die Welt FAIR-ändern“. Markus Raschke vom FAIRHandelshaus Bayern erarbeitete mit den Teilnehmern die Bedeutung des Fairen Handels. Fazit: gerade der Einsatz für den Fairen Handel ist dazu geeignet auf lokaler Ebene und an Waren des täglichen Bedarfs weltweite Verwicklungen zu verdeutlichen und zugleich Menschen zu aktivieren und ohne Zugangshindernisse politisch konsequent zu handeln. Sich mit einfachen Mitteln für soziale Gerechtigkeit einsetzen, das ist der Faire Handel. Ausgehend von ihren umfangreichen Erfahrungen aus der „Kaffee-Kampagne“ und der „Schoko-Aktion“ konnten die Vertreter des Diözesanfachausschusses Tips und Hinweise geben, wie die Thematik des Fairen Handels ganz konkret in die Arbeit der örtlichen Kolpingsfamilie umgesetzt werden kann. Die Teilnehmer beschlossen, die „Faire Woche 2007“ zu nutzen, um mit vielen Veranstaltungen auf mehr Gerechtigkeit im Welthandel hinzuwirken. Als konkrete Massnahme könnte u.a. ein „1000faches Faires Frühstück“ realisiert werden. Informationen zum Stand der Diskussion zur Einführung einer Flugticketabgabe rundeten die Veranstaltung ab.
Michael Wenk und Josef Mersch besuchten die Herbsttagung der Beauftragten für Internationale Partnerschaftsarbeit (BIP) in Bensberg bei Köln. Hierbei gingen die Teilnehmer der Frage nach, welche Wichtigkeit die berufliche Bildung in Zukunft haben wird. Thomas Gerhards von MISEREOR machte an einigen Zahlen deutlich, welche entwicklungspolitische Bedeutung diesem Aspekt zu gute kommt:
- 48% der Weltbevölkerung sind jünger als 25 Jahre
- 85% der Jugendlichen im Alter von 15 – 24 Jahren leben in den sogenannten Entwicklungsländern.
„Es wird keine Möglichkeit zur Realisierung der Milleniumentwicklungsziele geben, wenn wir diesen Jugendlichen keine Lebensperspektive“ äußerte Gerhards. Er forderte das Kolpingwerk auf, sich den Herausforderungen der beruflichen und persönlichkeitsbezogenen Bildung zu stellen und seine bisherigen Anstrengungen auszuweiten. Mit dem klaren Ziel: Möglichst vielen Jugendlichen von der Schule in die Gesellschaft zu integrieren, „Erfolgsmassstab ist nicht die Anzahl der folgreichen Berufsabschlüsse, sondern ob die Absolventen Arbeit, Einkommen und einen Platz in der Gesellschaft finden.“ so Gerhards.
Informationen zur anstehenden Generalversammlung im kommenden Jahr und zur Kampagne „Gemeinsam für Afrika“ wo zur zeit die Schulaktion anläuft, waren weitere Tagungspunkte dieses BIP-Treffens.
