Auf dem "Adolph-Kolping-Pilgerweg" nach Köln
Vier vollbesetzte Busse trafen zur Mittagszeit in Kerpen ein, darunter auch Kolpingschwestern und -brüder aus dem Landesverband Oldenburg. Nachdem viele Wallfahrer zunächst dem Adolph-Kolping-Geburtshaus einen Besuch abgestattet hatten, fand die offizielle Wallfahrtseröffnung in der Kerpener St. Martinus-Kirche, der Taufkirche Kolpings, statt. Von dort aus ging es zu Fuß ca. 10 Kilometer auf dem "Adolph-Kolping-Pilgerweg" in Richtung Köln. An mehreren Gebetsstationen wurde anhand von Schuhen der Lebenslauf Adolph Kolpings mit dem Leben unserer Zeit verknüpft: Babyschuhe standen für die Erfahrung von familiärer Geborgenheit, Joggingschuhe für die Zeit jugendlicher Träume, Gummistiefel für Zeiten der Krise, in denen das Leben eines Menschen umgegraben wird, blanke Schuhe für die Herausforderung, als gestandener Mensch die Nöte der Zeit wahrzunehmen und dagegen anzugehen… Von Königsdorf ging es mit den Bussen weiter nach Köln. In der Minoritenkirche wurde am Grab Adolph Kolpings - unter fleißiger Mithilfe der anwesenden Kinder - die Heilige Messe gefeiert. In seiner Predigt unterstrich Diözesanpräses Plaßmann, dass die Erfahrungen einer Wallfahrtsgemeinschaft viel von den Erfahrungen täglichen Miteinanders widerspiegelten: Trotz aller unterschiedlichen Ansprüche an Inhalt und Tempo sollte doch immer wieder die Chance gesucht werden, sich zu gemeinsamem Tun zusammenzufinden - in familienhafter, generationenübergreifender Gemeinschaft. Eine Kerze wurde in den Anliegen der Mitfeiernden entzündet und an das Grab Kolpings gestellt. Im Anschluss an die Heilige Messe traten die Wallfahrerinnen und Wallfahrer wieder die Rückreise an.
