Soziale Netze für den Ausbildungsmarkt schaffen
Unter diesem Leitsatz stand ein Treffen von Christlicher ArbeiterInnenjugend (CAJ), der Kolpingjugend im Bistum Münster und Vertretern der Industrie und Handelskammer (IHK), zu dem die Jugendverbände eingeladen hatten. Die beiden katholischen Jugendverbände arbeiten schwerpunktmäßig mit ihren Mitgliedern sowie mit Schulklassen und Auszubildenden an dem Thema Jugend und Beruf und haben aufgrund der angespannten Lage auf dem Lehrstellenmarkt diese Runde initiiert.
Deutlich wurde die Vielschichtigkeit der Problematik benannt, die sich einerseits in einem drastischen Mangel an Ausbildungsplätzen, anderseits aber auch an mangelnder Vorbereitung der Jugendlichen auf Berufswahl und Ausbildung bis hin zur fehlenden Ausbildungsfähigkeit bestimmter Gruppen von Jugendlichen erstreckt.
Die Angebote, die IHK und die Jugendverbände vorhalten ergänzen sich sehr gut. Heinrich Doth , IHK – Ausbildungsberater, konnte berichten, dass es in diesem Jahr gelungen sei 400 Betriebe die bislang nicht ausgebildet hatten, für die Schaffung von Ausbildungsplätzen zu gewinnen. Auch könnten durch intensive Beratung Jugendliche und Betriebe passend zueinander geführt werden. CAJ und Kolpingjugend bieten in ihren Bildungsstätten, der CAJ-Werkstatt in Saerbeck und der Kolping-Bildungsstätte in Coesfeld neben Bewerbungstrainings, Berufsorientierungsseminaren und Berufsanfängerwochen für Schülerinnen und Schüler zudem Sozialkompetenztrainings für Auszubildende an, die den Start in die Ausbildung einfacher machen. Auch für Ausbilder gibt es ein Angebot im Bereich Konfliktmanagement und Darstellung der Lebenswelten von Jugendlichen. Ein Fazit war, dass es die Jugendlichen auf dem Ausbildungsmarkt leichter haben, die sich in intakten sozialen Netzen befinden. Ziel muss es sein solche Netze für möglichst viele Jugendliche zu knüpfen um ihnen somit alle Chancen zu geben. Aus diesem Grund wurde für den Spätherbst eine weitere Runde zu diesem Thema, dann möglichst in größerem Kreis, angeregt.
