"Jugend und Beruf - Eine Liebesgeschichte mit Happy End?"
Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit brennt unter den Nägeln. Die Diözesanverbände von CAJ und Kolpingjugend laden ein, im Rahmen des Bistumstages in Münster am Samstag (02. Juli 2005) dazu ins Gespräch zu kommen. Um 9.30 Uhr beginnt im Hörsaal F1 des Fürstenberghauses am Domplatz ein Forum unter dem Thema: "Jugend und Beruf - Eine Liebesgeschichte mit Happy End?". Gäste auf dem Podium sind Karl-Josef Laumann (designierter Arbeits- und Sozialminister, NRW) von der CDU, Rainer Bischoff von der SPD und Georg Hupfauer vom Bundesverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB). Moderiert wird das Forum von Cathrin Vorrink (WDR).
Wie so oft in den letzten Jahren erschreckt uns die hohe Zahl von Jugendlichen, die in diesem Jahr ihren Schulabschluss machen aber noch ohne Ausbildungsplatz sind. Als Jugendverbände, die sich in besonderer Weise für Jugendliche im Übergang von Schule zu Beruf engagieren, stehen wir dieser Wirklichkeit nicht gleichgültig gegenüber. Wir sehen hinter der reinen Zahl eine Vielzahl von einzelnen Menschen mit ihren Wünschen und Hoffnungen, die an der Realität zu scheitern drohen. Die fehlende Perspektive für ein gelungenes Berufsleben führt zu Resignation. Die Auswirkungen sind in der Gesellschaft durch mangelndes politisches Interesse, wachsende Bereitschaft zu Gewalt und vermehrten Drogenkonsum zu spüren.
Uns ist bewusst, dass es keine einfache Lösung gibt. Umso mehr rufen wir alle gesellschaftlichen Kräfte auf, hier an einem gemeinsamen Strang zu ziehen. Insbesondere bitten wir die Verantwortlichen in den Betrieben, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um weitere Ausbildungsplätze anzubieten. Jugendliche sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie brauchen die Hilfe aller, um mit Zuversicht in diese Zukunft gehen zu können.
INFO ZU CAJ UND KOLPINGJUGEND:
Die Christliche ArbeiterInnenjugend und die Kolpingjugend sind zwei katholische Jugendverbände. Aus ihrer Tradition heraus engagieren sie sich insbesondere im Bereich "Jugend und Beruf". Neben dem Verbandsleben mit seinen Gruppenstunden vor Ort, Freizeitaktivitäten und Bildungsangeboten für Mitglieder arbeiten beide Verbände intensiv mit Schulen zusammen. In eigenen Kursen mit Schulklassen sollen Schüler unter anderem lernen, sich selbst und ihre Fähigkeiten einzuschätzen, Berufsbilder unter die Lupe zu nehmen und für Bewerbungsgespräche zu trainieren.
