Gerechtigkeit statt Altersdiskriminierung
"Die Alten sind nicht an allem schuld", so lautet eines der Themen der diesjährigen "Recklinghäuser Gespräche". Alle in und an der Seniorenarbeit hauptamtlich oder ehrenamtlich Engagierte und Interessierte lädt der Kolping Kreisverband Recklinghausen als Veranstalter zu zwei interessanten Abenden "Alter gestaltet Zukunft - eine aktive Gesellschaft für alle Altersgruppen" am 24. Februar und 2. März jeweils um 19.30 Uhr in das Kreishaus Recklinghausen ein. Denn Generationensolidarität ist angesagt, wenn aufgrund des enormen Wandels in der Bevölkerungsstruktur ein Zusammenleben gelingen soll.
Am ersten Abend heißt es: "Zukunft lernen - Erfahrung lehren". Dipl.-Pädagogin Silvia Gregarek von der Europäischen Seniorenakademie Ahaus setzt sich mit neuen Formen und Chancen im Dialog der Generationen auseinander.
Am Mittwoch (2.3.) ist Buchautorin Christel Nienhaus aus Bonn zu Gast. Dieser Abend ist mit dem Titel ihres Buches "Gerechtigkeit statt Altersdiskriminierung" überschrieben. "Die Alten sind nicht an allem schuld", behauptet sie. Die Gefährdung unseres Sozialsystems sei heute jedem bewusst und dass es nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Gesellschaftsgruppen gerettet werden kann, wisse auch die ältere Bevölkerung. "Eine ehrliche Aufklärung der Bevölkerung über die notwendigen Reformen wäre richtiger gewesen anstatt die Rentnergeneration zum Sündenbock für die Instabilität der sozialen Sicherungssysteme zu machen." Die Moderation und sicherlich spannende Diskussion an beiden Abenden übernimmt Johannes Norpoth vom Kolping-Bundesvorstand aus Köln.
Flyer mit Wegbeschreibung sind beim Kolpingwerk Diözesanverband Münster, 48653 Coesfeld, Tel. 02541 - 803-442, erhältlich. Eine Anmeldung dieser kostenfreien Veranstaltung ist nicht erforderlich.
Rita Kleinschneider
