Kein einkommensabhängiges Elterngeld
MdB Karl Schiewerling befürwortet die Resolution des Kolpingwerks Münster
„Wir fordern als katholische Sozialverbände: Erziehungsgeld ist gleichwertig mit Erwerbsarbeit!“ Karl Schiewerling (Nottuln), CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Coesfeld / Steinfurt II, ehrenamtlicher Landesvorsitzender des Kolpingwerkes NRW und vor seiner Wahl Diözesansekretär im Kolpingwerk Diözesanverband Münster, befürwortet die auf der Diözesanversammlung (19.11.) in Coesfeld verabschiedete Resolution „Erziehungsleistung honorieren und Wahlfreiheit sichern!“ Hierin lehnt der Kolping - Diözesanverband den von der großen Koalition vereinbarten politischen Willen ab, das Erziehungsgeld ab 2008 in ein ausschließlich einkommensabhängiges Elterngeld umzuwandeln.
Das Kolpingwerk fordert die Bundesregierung auf, das Erziehungsgeld gerechter zu gestalten. Auch die Erziehungsleistung sollte honoriert werden und nicht die Abfederung des Verdienstausfalles, erläuterte Elsbeth Knossalla (Everswinkel) vom Kolping-Fachausschuss „Lebenswege – Menschenwege“. Das Kolpingwerk setzt sich von jeher für die Stärkung der Position von Familie in der Gesellschaft ein und fordert einen Sockelbetrag von 750 Euro für alle Kinder, um die soziale Schieflage zu begrenzen.
„Die im Koalitionsvertrag vereinbarten Vereinbarungen müssen im Gesetzgebungsverfahren noch konkretisiert werden“, fordert Karl Schiewerling. „Die Eltern, die heute schon für ein Kind zu Hause bleiben, dürfen nicht schlechter gestellt werden als die Väter und Mütter, die in Zukunft ein Kind möchten.“ Man müsse alles tun, dass jeder sich den Kinderwunsch auch leisten könne. Und das müsse, so Schiewerling, „nicht nur für die aufstrebende Betriebswirtin und den Arzt, sondern auch für den Handwerksgesellen und die einfache Büroangestellte gelten.“
Im Koalitionsvertrag werde die Erziehungsarbeit der Erwerbsarbeit untergeordnet. „Damit dies wieder ins Lot kommt muss das Elterngeld auch denen gezahlt werden, die jetzt schon zur Erziehung von Kindern auf Erwerbsarbeit verzichten und sich ein weiteres Kind wünschen.“
