„Schön bist du, meine geliebte Tochter“
Über 500 Frauen trafen sich auf dem Annaberg, um die Zusage Gottes „Schön bist du, meine geliebte Tochter“ aus dem biblischen Buch „Das Hohelied“ zu erspüren und einander zu selbstbewusstem Leben zu motivieren.
Die Kolpingfrauen des Vorbereitungsausschusses, Mathilde Gösbrink, Monika Seesing, Maria Upmann, Barbara Domhöfer und Ursula Hüllen, hatten sich diesmal mit einer Spiegelmeditation etwas ganz Besonderes ausgedacht. Gut ausgewählte Texte und Geschichten, von denen man teils kaum glauben konnte, dass sie lange nicht der Neuzeit entstammen, hoben den Individualwert einer jeden Frau hervor.
Jede Wallfahrtsteilnehmerin konnte sich in einem kleinen Taschenspiegel betrachten und die Worte verinnerlichen. In den Spiegel schauen und sich entdecken als geliebte und geachtete Frau – das war die erste Aufgabe, die den teilnehmenden Frauen zugemutet wurde: eine Spiegelmeditation zum biblischen Buch „Das Hohelied“. Diese Betrachtung durchzog dann die ganze Wallfahrt: Sich selbst wahrnehmen als angesehene und geachtete Frau, um auf den Spuren der Hl. Mutter Anna einander zu einem selbstbewussten Leben als Christinnen zu ermutigen. Dazu gehörte es auch, sich gegenseitig zuzusprechen: „Du bist Gottes geliebte und geachtete Tochter.“
Kolping-Diözesanpräses Dirk Holtmann feierte mit den Frauen den Wallfahrts-Gottesdienst. Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen zeigte in ihrer Statio Parallelen auf zu Anna, der Mutter Mariens. „Mutter Anna, eine einfache Frau deren Besonderheit in ihrer Treue zu ihren alltäglichen Aufgaben bestand. Eine Frau, die ihrer Tochter die Gewissheit gab: Du bist unser über alles geliebtes Kind, du bist Gottes geliebte Tochter. Ein geschenktes Selbstbewusstsein, das Maria für ihre späteren Aufgaben stark machte.“
Gestärkt und aufgerichtet verließen die Kolpingschwestern den Annaberg, um mit neuer Kraft den Alltag zu gestalten. Hieß es doch zum Abschluss im Segensgebet: „Gott, Vater im Himmel, in deinen Augen ist jede von uns unendlich wertvoll. Begleite uns und lass uns füreinander zum Segen werden. Lass uns zu Frauen werden, die einander Ansehen geben, damit dein Reich der Liebe wachsen kann. Amen.“
Die Kollekte zugunsten von „Familien helfen Familien“ erbrachte 1.177,77 Euro.
