Aus Tasse Kaffee werden zwei Stunden
Manchmal bringt einem der Zufall andere Menschen ins eigene Leben, man hat gute Gespräche und lernt viel voneinander. So geschah es unserem Kolping-Diözesanpräses Dirk Holtmann.
Monsignore Jean Zerbo Bischof der Erzdiözese Bamako (Hauptstadt von Mali) war anlässlich der Eucharistiefeier als Auftaktveranstaltung der deutschlandweiten Misereor-Fastenaktion am 21. Febr. im Paulus-Dom Münster als Konzelebrant zu Gast im Bistum. In den darauf folgenden Tagen waren die internationalen Misereor-Gäste in Gemeinden des Bistums unterwegs. Erzbischof folgte auf Vermittlung von Präses Holtmann einer Einladung des St. Pius Gymnasiums, dessen Schulseelsorger Holtmann ist.
Man könne nicht mehr so weitermachen, der eigene Lebensstil müsse sich umkehren, hatte der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, beim Festgottesdienst zu deutschlandweiten Misereor-Fastenaktion am 21. Febr. im Paulus-Dom Münster appelliert. „Es muss sich etwas in den Köpfen der Menschen ändern. Sich für die Umwelt einzusetzen, ist nicht etwas für Ökofreaks, sondern für uns Christen alle miteinander.“ Diese Bischofs-Zitate (Pressedienst des Bistums Münster) setzten die Schüler/-innen des Pius - Erdkunde-Kurses der Jahrgangsstufe 11 mit ihrer Lehrerin Frau Westhoff in die Tat um. Zum Leitwort der Fastenaktion 2010: „Gottes Schöpfung bewahren – damit alle leben können“ hörten und diskutierten sie mit Erzbischof Zerbo über Klimawandel in Mali und weltweit.
Nach einer Messe mit dem Pius-Jahrgang 10 in der Kolping-Bildungsstätte aß man dort gemeinsam zu Mittag. Hier hörte der Erzbischof aus dem afrikanischen Mali erstmals von Kolping und seinem Werk. Spontan lud Präses Dirk Holtmann den hohen Gast zu sich in die Wohnung „auf eine Tasse Kaffee“ ein. Er informierte ihn über die vielschichtigen Aktivitäten des Kolpingwerkes. Angefangen von den Kolpingsfamilien vor Ort bis zum Internationalen Kolpingwerk und das Engagement des Diözesanverbandes im Partnerland Uganda.
„Der Bischof hatte noch niemals von Kolping gehört.“, so Präses Holtmann. „Er zeigte sich tief beeindruckt von dem großen Engagement und den Themenfeldern, denen sich die ehrenamtlichen Kolpinger und das Kolpingwerk in aller Welt widmen.“ Aus der Tasse Kaffee wurden schnell zwei Stunden intensiven Gespräches.
Spielte Kolping „einfach keine Rolle in Mali“, so wird Bischof Zerbo nun wohl viele neue Denkansätze mit nach Mali nehmen können. Man darf also gespannt sein, was vielleicht noch geschehen wird….
