Diözesanpräses Holtmann neuer Landespräses
Die Landesversammlung wählte den Geistlichen, der auch Kolping-Diözesanpräses in Münster ist, zum Nachfolger von Michael Cziba. Im Amt bestätigt wurde Landesgeschäftsführer Werner Sondermann aus Paderborn. Aus den Diözesanverbänden wurden Reinlinde Steinhofer (Paderborn), Martin Thees (Aachen), Johannes Norpoth (Essen), Martin Rose (Köln) und Hermann-Josef Dyckhoff (Münster) gewählt.
Der Landesvorsitzende Karl Schiewerling MdB sagte in seiner Begrüßung mit Blick auf die Wirtschaftskrise, die soziale Marktwirtschaft sei nicht im luftleeren Raum entstanden, sondern habe einen geistigen Hintergrund. Nun sei es an der Zeit „dass wir uns wieder mit unseren Wurzeln und damit auch mit dem christlichen Menschenbild befassen“. Das Kolpingwerk sei aufgrund seiner geistigen Grundlagen prädestiniert, an der nötigen gesellschaftlichen Debatte mitzuwirken. Schon Adolph Kolpings Anliegen sei es gewesen, den Menschen bilden und zu prägen, damit er seine Talente entfalten und sein Leben bewältigen könne. „Darum geht es uns auch heute, wenn wir von Chancengerechtigkeit reden“, so Schiewerling.
Unmittelbar vor der Landesversammlung hatte das Kolpingwerk zu einer Fachtagung zum Thema Bildung als Wert eingeladen. Vor zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kolping-Bildungseinrichtungen rief der Staatssekretär im Düsseldorfer Ministerium für Schule und Weiterbildung Günter Winands dazu auf, sich mehr um Wertevermittlung kümmern. Sowohl Kirchen als auch Gewerkschaften fielen hier zunehmend aus. „Um dieses Loch müssen sich die Weiterbildungseinrichtungen kümmern, bevor es andere tun.“ Schon jetzt seien zunehmend reißerische Medien in dieser Rolle, denen es aber vor allem um die Quote gehe.
Text u Foto Claudia Auffenberg
