Zivilcourage und Einsatz für andere Menschen
„Am 4. Dezember erinnern wir nicht nur an unseren Verbandsgründer Adolph Kolping. Wir blicken auch zurück auf mehr als 150 Jahre Einsatz für die Menschen in unserer Gesellschaft und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.“ Das betont der neue Diözesanvorsitzende des Kolpingwerkes im Bistum Münster, Bernd Krämer (Lüdinghausen), aus Anlass des diesjährigen Kolping-Gedenktags. Der Todestag des seligen Verbandsgründers wird in den 270 Kolpingsfamilien des Diözesanverbandes meist am darauf folgenden Wochenende als „Kolping-Gedenktag“ begangen.
Noch wichtiger als der Rückblick auf das Erreichte sei allerdings die Zukunftssicherung des katholischen Sozialverbandes mit mehr als 260.000 Mitgliedern in Deutschland und über 41.000 Bistum Münster. Im Rahmen einer Kampagne wird der Verband in den nächsten zwei Jahren aufzeigen, in welchen Handlungsfeldern das Kolpingwerk tätig ist.
Unter den Schlüsselwörtern der Kampagne nimmt „Mut“ eine zentrale Bedeutung ein. Dabei ist dieser Begriff keine Erfindung einer Werbeagentur, sondern geht auf Adolph Kolping selbst zurück: „Wer Mut zeigt, macht Mut“ – das ist nur eines von vielen heute noch aktuellen Zitaten Kolpings. „Dieser Leitspruch appelliert an die Zivilcourage eines jeden Einzelnen, auch in der näheren Umgebung und im Alltag aufmerksam zu sein und sich dort stark zu machen, wo Mitmenschen Hilfe brauchen“, macht Bernd Krämer deutlich. „Leider kommen Themen wie Zivilcourage, Engagement und Mut in den Medien und damit in der gesellschaftlichen Wahrnehmung oft zu kurz. Dabei haben gerade die öffentlich-rechtlichen Sender den Auftrag, Menschen zu ermutigen und zu begeistern, Engagement zu zeigen, wo es nötig ist.“
Das Kolpingwerk fordert daher die Medienverantwortlichen auf, ihre Möglichkeiten zu nutzen, zu informieren und zu sensibilisieren. Probleme wie Gewalt im Alltag und Zivilcourage als Antwort darauf sollten nicht nur als reißerische Schlagzeilen in den Medien auftauchen. „Berichte aus dem Leben mit positiven Erfahrungen durch den Einsatz für Andere sollten viele Menschen erreichen“, appelliert Bernd Krämer. Eine Möglichkeit könne sein, Verbänden und Organisationen für ihr Engagement in der Zivilgesellschaft kostenlose Werbezeiten / Werbeplätze zur Verfügung zu stellen.
