Kolpingsfamilien sind der Herzschlag des Verbandes
Drei Wahlperioden, somit seit neun Jahren, stand Hermann-Josef Dyckhoff als Diözesanvorsitzender an der Spitze der ehrenamtlich Verantwortlichen im Kolpingwerk Diözesanverband (DV) Münster. Auf der Delegiertenversammlung des Kolpingwerkes im Bistum Münster und beim abendlichen Empfang galt es nun, Abschied von einem Vollblut-Vorsitzenden zu nehmen, dessen hohe Identifikation mit dem Werk Adolph Kolpings sich in seinem Denken und Tun im Dienste der 270 Kolpingsfamilien des DV Münsters und der verbandlichen Einrichtungen widerspiegelt. Und genau dieses habe ihn immer wieder motiviert, neun Jahre in diesem arbeitsintensiven Amt des Diözesanvorsitzenden zu wirken. „Dieses Ehrenamt hat mich erfüllt“, zog Hermann-Josef Dyckhoff Bilanz auf die oft gestellte Frage ‚warum machst du das? Und dann auch noch als Vorsitzender?’ mit seiner Abschiedsrede vor der Diözesanversammlung. „Kolpingsfamilien sind der Herzschlag des Verbandes“, lautete sein Fazit.
Wichtig: Die Gespräche mit den Menschen
Die Gespräche in den Kolpingsfamilien, die Begegnungen mit den Menschen bei Tagungen auf Diözesan-, Landes- und Bundesebene, der Austausch mit den befreundeten Verbänden wie KAB und kfd oder den Vertretern der Bistumsleitung. „Immer ging es um das, was uns wichtig ist. Um Themenfelder und Inhalte, die für unseren Verband von Bedeutung waren. Das harte und faire Ringen um den besten Weg. Um die Frage des Verbandsprofils und die Ausrichtung für die Zukunft.“ Dieser Prozess werde auch in Zukunft auf der Agenda stehen.
Beim abendlichen Empfang im unmittelbaren Anschluss an die Diözesanversammlung sagte das Kolpingwerk DV Münster seinem siebten Diözesanvorsitzenden in der 150-jährigen Geschichte des DV Münster Dank für neun Amtsjahre. Ehrengäste waren Abordnungen der Kolping-Diözesanverbände aus Hamburg, Essen, Augsburg und Osnabrück sowie der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Domvikar Stefan Sühling, Kolping-Bundessekretär Ulrich Vollmer, MdB Karl Schiewerling und Kathrin N. Raps als ehemalige Diözesansekretäre und Michael Spielmann, Leiter des Finanzamtes Ahaus und Chef von Dyckhoff.
„Heimkino mit Hermann-Josef Dyckhoff in der Hauptrolle“
Etwas Besonderes hatte sich hierfür der Diözesanvorstand ausgedacht: Keine langen Reden, keine Laudatio, denn „Abschied vom Amt wollen wir nicht als Abschied von Kolping verstehen“. Diözesanseelsorgerin Ursula Hüllen (Coesfeld) und sein Stellvertreter im Amt des Diözesanvorsitzenden, Jan Kröger (Münster), waren mit der Video-Kamera bei Kolpingmitgliedern, Weggefährten und Mitarbeitern unterwegs gewesen um sie über ihren Diözesanvorsitzenden zu befragen. Sie suchten Fotos von zahlreichen Veranstaltungen mit Hermann-Josef Dyckhoff aus den Archiven. Nicht fehlen durften Zitate von Adolph Kolping, mit denen der scheidende Kolping-Vorsitzende gern treffsicher und manches Mal pointiert verbandliche oder gesellschaftliche Themen auf den Punkt zu bringen wusste. Fast 200 Gäste und vor allem Hermann-Josef Dyckhoff und seine Frau Ulrike hatten ihre helle Freude an einer gelungenen Power Point Präsentation inklusive „Heimkino mit Hermann-Josef Dyckhoff in der Hauptrolle“. Viele nutzten das ausgelegte Gästebuch, um Hermann-Josef Dyckhoff bleibende Dankesworte mit auf seinen nun sicherlich Freizeit intensiveren Weg zu geben.
